London 2011 – Wo die Kompassnadel ewig kreiselt

picture-137 Shoppingtouren, Museumsbesuche, Dosensuche. All das kann man in Europas größter Hauptstadt, in London, zu einem Urlaub verbinden.
Ganze 3 mal war die britische Hauptstadt 2011 das Ziel meiner Reisen und so lernte ich viele Ecken dieser wunderbaren Metropole kennen.
In diesem Reisebericht soll es nun darum gehen, Was man in London alles entdecken und Erleben kann und was London von anderen Städten wie zum Beispiel Paris und Stockholm unterscheidet.

Mit einer Flugzeit von nur gut einer Stunde ist man meist schneller in London angekommen als man für die gesamten Sicherheitschecks am Flughafen benötigt hat. Für unter 100€ pro Person kommt man hin und zurück, allerdings muss man dann vom Flughafen natürlich noch in die Stadt kommen.
Je nach Geldbeutel hat man mehrere Möglichkeiten. Man kann mit dem Zug fahren, sich ein Taxi oder einen Mietwagen nehmen, oder aber man macht es wie wir, und fährt mit dem Bus. Hier gibt es allerdings auch zig Möglichkeiten. Unsere Wahl war relativ günstig, für ca. 15€ ging es hin und zurück und in ca. 1,5h waren wir dann mitten in London direkt an der Baker Street.

picture-112Bei der Hotelwausahl hat man je nach Geldbeutel die Qual der Wahl. Die Preise sind zum Glück nicht so hoch wie in Paris, sondern bewegen sich auf einem normalen Level. Ein Hotelbett im 3*-Hotel in der Nähe vom Bahnhof Waterloo lag bei 70€ für 2 Personen inklusive Frühstück, in einem anderen 2*-Hotel waren es 35€ pro Person oder man kann natürlich auch in ein Viersterne-Hotel für 350€ die Nacht zu zweit gehen. Dem Geldbeutel sind alle Türen geöffnet.

picture-116Die Stadt erkundet man am Besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Man kommt so relativ günstig durch die Stadt, zumindest wenn man die Tageskarte erst nach 9Uhr kauft, denn dann gibt es noch einmal Rabatt auf die Karte. Die U-Bahnen fahren alle 2 Minuten, so dass man schnell größere Strecken überbrücken kann.
Was im Vergleich zu Deutschland auffällt sind die kostenlosen Zeitungen unterschiedlichster Anbieter, welche morgens und abends an den Stationseingängen verteilt werden. So kann man die eintönige Fahrt etwas spannender gestalten
Ein Hobby der weiblichen Fahrgäste scheint Schminken bei wackliger, kurviger Fahrt zu sein.
Was man in London nicht sein sollte, ist fußfaul sein. Selbst in den Ubahn-Stationen muss man beim Umsteigen manchmal ziemliche Distanzen überwinden um eine andere Linie zu erreichen.

london-19Wie kann man sich nun die Zeit in London vertreiben? Zum einen kann man sich die verschiedensten Museen angucken, ganz ohne Eintritt zu zahlen, denn alle staatlichen Museen und Galerien sind seit 2001 kostenlos. In der Nähe des Bahnhofs Waterloo findet man das „Imperial War Museum“, ein Museum über Kriege mit zahlreichen Ausstellungsstücken aus den beiden Weltkriegen. Für Kunstliebhaber bietet sich die „National Gallery“ am Trafalgar Square an. Mit 2300 Exponaten eine der größten Gallerien der Welt.
Für Kinder sicherlich auch interessant ist das „Science Museum“ bei dem es vor allem um Technik geht.
Für Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett wird leider Eintritt fällig, der sich in meinen Augen aber lohnt, auch wenn es dort ziemlich voll werden kann.
Man sollte deshalb am Besten vor dem Urlaub schon online ein rabattiertes Ticket besorgen, um sich die dort ausgestellten Wachsfiguren historischer und prominenter Persönlichkeiten anschauen zu können. Wenn man eh schon bei Madame Tussauds ist, kann man auch eine Straßenecke weiter gehen und sich das Sherlock Holmes Museum angucken. Für echte Krimi-Fans ein muss und es gibt einige wirklich schöne Exponate zu bestaunen.
Weitere empfehlenswerte Orte sind der „London Dungeon“, wo man sich live auf einer historischen Reise durch die Jahrhunderte erschrecken lassen kann. Dies ist allerdings nichts für schwache Nerven.
picture-119Auch das Londoner Sealife Aquarium direkt am London Eye ist eine echte Empfehlung und mit einem Kombiticket einigermaßen bezahlbar. Dort kann man Seesterne streicheln, durch einen riesigen gläsernen Tunnel gehen, während über einem große Schildkröten und Fische lang schwimmen, Haie beobachten uvm.

Für die schwindelfreien Londonbesucher empfiehlt sich eine Fahrt mit dem London Eye. Dem größten Riesenrads Europas. Von Oben hat man einen ganz anderen Blick auf die Stadt, und wenn man kurz nach Sonnenuntergang fährt, ist die Warteschlange auch um einiges leerer und Nachts sind London noch viel besser aus.

london-22Ansonsten sollte man sich natürlich all die Londoner Sehenswürdigkeiten aus der Nähe angucken. Vom Südufer der Themse hat man einen wunderbaren Blick auf die Skyline mit dem Tower von London, Tower Bridge. Der Clock Tower, fälschlicherweise von vielen Touristen für den Big Ben gehalten, sollte natürlich auch jeder gesehen haben. Der Big Ben ist nur die Glocke im Inneren des Turmes. Danach kann man natürlich noch eine Runde durch Westminster vorbei am Palace of Westminster, Westminster Abbey, hin zur Downing Street und zum Buckingham Palace. Dort kann man die berühmten Wachen mit ihren Puschelhüten bestaunen, sofern sie denn da sind, denn während unseren drei Londonbesuchen waren sie jeweils nicht da.

Selbstverständlich findet man an jeder Ecke auch Geocaches, allerdings handelt es sich größtenteils um Nanos oder Virtuals. Die einzige von uns gefundene TB-taugliche Dose befindet sich am südlichen Themseufer bei der TowerBridge oder erst wieder in Greenwich. Durch die vielen Häuser und engen Straßenschluchten hatten wir leider sehr große Probleme mit der Genauigkeit. Die Kompassnadel des GPS-Gerätes kreiselte meist fröhlich oder die Entfernung nahm ab, wenn wir in die entgegengesetzte Richtung des Pfeils liefen.
Trotzdem macht das Cachen in London viel Spaß, überall lauert ein neuer Cache und bei all den Muggeln ist es eine sportliche Herausforderung, unentdeckt zu loggen.

london-21Braucht man eine Pause nach all den langen Fußmärschen, um die schmerzenden Füße zu entspannen, so muss man nicht lange suchen.
An jeder Ecke laden verschiedenste Restaurants und Cafes zum verweilen ein, wobei vor allem Ketten vertreten sind, aber wer sich nicht an Star Bucks und Co. stört, findet allein am Tower of Lonon 3 Star Bucks in 300m Reichweite, um sich aufzuwärmen und im kostenlosen WLAN zu surfen.

Doch auch für die weibliche Begleitung bietet London viele Shoppingmöglichkeiten. Viele Modeläden auf der Regents Street und große Kaufhäuser wie Harrods und Selfridges laden zum Bummeln ein, und was die Schaufenstergestaltung angeht, können deutsche Läden noch einiges von den Briten lernen. Ein Muss auch für Erwachsene aber vor allem für Kinder ist der Spielzeugladen Hamleys in der Regent Street. Auf 6 Etagen vergeht die Zeit im Fluge, wenn man verschiedenste Spielzeuge ausprobieren kann.
Man sollte allerdings keine Probleme mit Menschenmassen haben. London ist voll, sehr voll, kein Wunder bei all den Schulklassen auf Klassenfahrt und anderen Touristen.
Beim Shopping in der Stadt ist man größtenteils mit Ausweichen beschäftigt. Hobby der Briten ist das gründliche Ignorieren aller Verkehrsregeln. Bei Rot über die Ampel gehen ist ein Normalzustand und Hobby der Londoner, wenn man bei rot stehen bleibt, wird man teilweise schief angeguckt.

Das macht auch den Unterschied zu einer Stadt wie Stockholm aus. Dort ist es viel ruhiger und entspannter und keineswegs so hektisch wie London, aber beide Städte sind in ihren Reizen so unterschiedlich, dass man sie einfach beide besuchen sollte 😉

Die Zeit in London vergeht jedes mal wie im Fluge und am Rückflugtag ist man sehr überrascht, dass es schon wieder zurück geht. Bei jedem Besuch lernt man, wenn man einfach los geht, neue Ecken von London kennen, bei der Größe der Stadt natürlich zu verstehen.

  • Zingst

London


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